„Gottes ist der Orient, Gottes ist der Okzident“
Noten im Handgepäck -
Bonn/Troisdorf
Singakademie Bonn und Troisdorf auf Konzertreise in Ägypten und Sinai
Elegante Konzertkleidung und feine Schuhe, gleich daneben dicke Wanderstiefel und der warme Pulli
für die kalten Nächte in der Wüste - so kontrastreich wie der Inhalt ihrer Koffer war auch die Ägypten-
Reise, die jüngst die Sängerinnen und Sänger von der“ Singakademie Bonn u. Troisdorf“ mit dem
„Singkreis Essen-Kupferdreh“ unternahmen. Es war nicht nur eine Fahrt zu den Ursprüngen des Chri-
tentums, sondern auch eine Tour um „Opfern von Landminen“ von Ägyptens Kriegsschauplätzen des
zweiten Weltkrieges zu helfen. Die Lieder des Chores erklangen Vormittags bei der Messfeier in der
Kirche Bab El Louk der Borrumäerinnenschule zu Kairo. Am Abend das Konzert in der „Alexandrina“,
Neue Bibliothek in Alexandria setzte neue Höhepunkte. 4 bis 8 stimmige Chorsätze, Solopartien
des Chorleiters und 4 händige Klavierstücke mit dem Pianisten Lothar Mayer sorgten für riesigen Beifall
des Publikums. Für Proben blieb aufgrund des straffen Programms schließlich kann man nicht in Kairo
sein, ohne Pyramiden, Sphinx und ägyptisches Museum besichtigt zu haben kaum Zeit. Dirigent Lutz
Schneider hatte während des Aufenthaltes im Düsseldorfer Airport die Sängerschar bei „Steigenberger“
proben lassen „Noten im Handgepäck“ war oberstes Gebot für die Sängerinnen und Sänger. So klappte
alles, bis auf paar Kleinigkeiten, prima. Trotz aller Strapazen in Kairo und Alex machten sich die Bonner
und Troisdorfer gutgelaunt am nächsten Tage auf, um das in der Wüste liegende koptisch-orthodoxe Kloster
St. Samuel zu besuchen. Fladenbrot aus der Klosterbäckerei, dazu Ziegenkäse eine leckere Suppe und
viel Obst aus der Klostergärtnerei servierten die Mönche den Gästen aus dem fernen Deutschland, die
sich mit dem klangvol len Chorsatz „ Gottes ist der Ori ent, Gottes ist der Okzident“ bedankten. Im
Katharinenkloster, mitten im unwirtlichen Sinai zu Füßen des Berges Moses gelegen, musste Berges
Moses gelegen, musste der Chor stumm bleiben, ein Konzert bei den griechisch-orthodoxen Mönchen
war wegen Platzmangels nicht möglich. Jene Stätte, die sich rund um den brennenden Dornbusch
gruppiert, ist ein Wallfahrtsort mit enormem Publikumszuspruch geworden, ebenso wie der Berg Moses,
den sportliche Chormitglieder nachts erklommen, um den Sonnenaufgang zu erleben. Der biblische Teil
der Reise war damit beendet, den Sängerinnen und Sängern blieben noch zwei weltliche Vergnügen im
Sinai: Eine abenteuerliche Klettertour durch den Coloured Canyon und ein Ausflug zum Schnorcheln
und Baden im Ras Mohammed Nationalpark mit seinen berühmten Korallenriffen. Und am Ende waren
sich trotz aller Anstrengun alle einig: Die Reise, die Bass Ludger Trier, ein Wüstenfuchs aus Leidenschaft,
mit seinen Freunden von Spring Tours Kairo organisiert hatte, hat sich gelohnt.
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