| optimale Bildschirmauflösung: 1280x1024 Pixel |
Explorer
Tour
Abenteuer Oman 2009 Genießen Sie die beeindruckenden Landschaftsbilder des Omans auf die ganz einfache Art! Hotels und Camps belegen wir nur bei Bedarf, wir schlagen unsere Nachtlager an exponierten Plätzen auf und verzichten bewusst auf Luxus und Infrastruktur. Hierbei wandeln wir nicht nur auf bekannten Pfaden und Pisten, sondern entdecken auch neue Wege ins Unbekannte. Nach der Ankunft in Muskat und einem Einkaufstag brechen wir zum Hajargebirge auf. Wir durchfahren imposante Canyons, um über stetig steigende Pfade zu grandiosen Aussichtspunkten zu gelangen. Der Oman hält aber noch viele weitere Highlights für uns bereit. Die Wüsten Rub al Khali und Wahaybah, die Küstenregionen des Indischen Ozeans, das Biosphärenreservat Al Wusta mit Oryx-Antilopen, Wölfen und Steinböcken sowie die Provinz Dhofar mit ihrem subtropischen Plantagengürtel und endlos weißen Stränden, an denen üppige Kokospalmen wachsen. In den Fahrgemeinschaften, zwei bis vier Personen pro 4x4, wechseln sich die Fahrer ab, geschaufelt wird jedoch gemeinsam! Im Expeditionspreis sind die Fahrzeugmieten, Flüge mit Gulf Air von Frankfurt über Bahrain nach Muscat, eine Übernachtung im Wüstencamp, der Kraftstoff sowie der Verleih von Zelten und Schlafsäcken enthalten. € 1.600,-- p. P. bei Fahrzeugbelegung mit vier Fahrern € 1.750,-- p. P. bei Fahrzeugbelegung mit vier Fahrern € 1.900,-- p. P. bei Fahrzeugbelegung mit vier Fahrern DRIVE & DIVE Erlebnis Oman
Fahrtleiter: Ludger und Steffi Trier |
|
Oman Impressionen 6. 11. bis 20. 11. 07
10 Sahara Freunde aus dem Rhein-Sieg Kreis warteten auf dem Frankfurter Flughafen beim einchecken auf das O.K für kostenfreie 10 kg Übergepäck für ihren Flug in den Oman. Einige hatten dann sogar 15 kg zuviel dabei, aber die freundlichen Damen und Herren von der Lufthansa drückten beim Wiegen 2 Augen zu. Nach einem Zwischenstopp in Dubai endete der Flug um Mitternacht in Mascat, wo Steffi und Markus Trier zum Empfang bereit standen. Sie mussten warten, weil Dieter einen Duty-free-Shop entdeckt hatte und das - ungewöhnlich für ein arabisches Land - am Ausgang des Airport. Dort gab es reichlich Bier und Wein, womit sich ein jeder eindecken konnte. Die Zöllner winkten uns freundlich durch, und der Umtrunk für die abendlichen Lagerfeuer war gerettet. 6 lange Toyota Geländewagen mit 4,5 l Motor standen bereit und nach kurzer Kontrolle fuhr die Gruppe ins Hotel, in dem es dann nachts - man höre und staune - um 1:30 Uhr noch warmes Essen gab. Der nächste Tag war dem Einkauf gewidmet, hieß es doch, ausreichend Speisen zu bunkern, Sitzgelegenheiten, Schaufeln und das Allerlei zu besorgen, was für den Wüstentrip wichtig ist, aber wegen des Gewichtes im Flieger nicht mitgenommen werden konnte. Nach einer weiteren Nacht im Hotel ging die Fahrt von Mascat aus durch eine beeindruckende Bergwelt über Nizwa auf den Jebel Ahkdar (2700 m) hoch. Dort konnten in dem einzigen Hotel nur einige übernachten, und das waren die älteren Teilnehmer. Das junge Gemüse durfte derweil bei Minus 4 Grad im Zelt schlafen, doch wie wir am nächsten Tag erfahren haben, gab es einen zünftigen Abend mit Pizzaessen und Rotwein aus der Tüte.
Über Ibra führte die Reise auf Pisten in die Wahiba Sandsee, die sich anfangs leicht befahren ließ, die aber dann im weiteren Verlauf so recht nach unserem Sinn wurde. Kleine, wunderschön anzusehende, aber teuflisch weiche Sanddünen forderten das ganze Können der sanderfahrenen Wüstfenfans. Ludger machte dann eine Probefahrt, und einige meinten, dass sie da nicht durchkämen. Dieter, Guus, Detlev und Chris glaubten beim Absuchen der Dünen mit dem Fernglas, eine einfachere Strecke gesehen zu haben, fuhren dort hin und nachdem sie sich zeitaufwendig vorgewühlt hatten, gaben sie über Funk bekannt, dass es bei ihnen ebenso schwierig sei. Also wurde es da versucht, wo man schon mal begonnen hatte. Der Luftdruck wurde auf 0.8 Bar abgelassen und die Bergegurte bereitgelegt. Ein 30 m Gurt von Detlev tat besonders gute Dienste, und Gerd hat ihn dann dahin gebracht, wo sich gerade einer eingebuddelt hatte. Mit seinem Toyo zog er dann einen nach dem anderen frei. Da war doch was! Das hatte sicher nicht nur mit Erfahrung zu tun, sondern mit einem besonderen Sandgefühl unterm Hintern. Die Dünen wurden im weiteren Verlauf höher und damit einfacher zu befahren. Abends fanden sich dann alle wieder. Das materielle Resultat: Eine „appene“ vordere Stoßstange und paar Beulen. Wie sagte doch Sockenmanni: „En bissje Schwund es immer“.
Es war noch Zeit, im Hellen das Lager aufzuschlagen. Abends am Lagerfeuer war zwar viel Holz vorrätig, aber wo waren unsere Leute? Feuerteufel Detlev fand sie in ihren Zelten oder unterm Sternenhimmel auf Liegen, und schon bald hörte man - außer dem Wind- nur noch leise Schnarchtönen. Die große Überraschung am nächsten Morgen: Dichter Nebel, nasse Schlafsäcke und auch in den Zelten war es durch Kondenswasser klatschnass. Bald kam die Sonne durch, das letzte Holz wurde verstocht und die nassen Klamotten getrocknet. Des Rätsels Lösung: Die Navigation ergab, dass wir lediglich ca. 50 km vom Meer entfernt waren und den dortigen Wetterumschlag mitbekommen haben. Die Dünen hatten wir bald hinter uns, und zügig ging die Fahrt Richtung Fähre, mit der wir uns von Ras an Najdah zur Schildkröteninsel Jazirat Masirah übersetzen ließen. Außer mächtigen Spuren haben wir bei unseren nächtlichen Suchen nach eierlegenden Riesenschildkröten keine gesehen. Am nächsten Morgen waren dann neue Spuren da, aber die Turtels schon wieder im Meer..
![]()
Entlang des Golfes von Oman fuhren wir auf staubig weicher Piste Richtung Norden und kamen dabei an einigen ärmlichen Fischerhütten vorbei. Guus unser holländischer Kameramann war vom abendlichen Zeltplatz mit Gerd auf private Exkursion gefahren, und sie hatten in einer dieser Ansiedlungen halt gemacht. Beim Verteilen von Süßigkeiten an Kinder, die sich schnell in großer Zahl um das Auto versammelt hatten, war dann bald Schluss mit der Herrlichkeit, die Kinder wurden frech und unsere zwei Helden mussten Reißaus nehmen. Leider fehlte dann anschließend dem lieben Guus eine teure Sonnenbrille, die wohl als Trophäe bei den Kindern verblieben ist. Dass es beim Besuch von Kindern auch anders zugehen kann, durften wir einige Tage vorher erleben. Gerade hatten wir in der Nähe einer Oase bei einer Mittagspause unsere großen Klappstühle aufgestellt, als einige 12-14 jährige Buben neugierig heran kamen. Einer fragte höflich, ob er sich mal auf einen Stuhl setzen dürfe, was dann Ludger genehmigte. Jetzt wollten die anderen auch mal sitzen und jeder durfte sich dann abwechselnd 2 Min. niederlassen. Es wurden mehr Stühle gebracht aber Ludger machte die Platzierung abhängig vom Lernen eines Liedes. Die Päns waren einverstanden und bald erklang aus omanischem Kindermund: „Ri Ra Runkel, in der Höhnerfott is et dunkel, da kann es ja nicht helle sein, da scheint ja keine Sonne rein. Ri ra………“. Eine Mordsgaudi für uns und die Buben, so kann’s auch gehen.
Über Sur wollten wir das westlich des Meeres liegende Bergmassiv Al HAJAR ASH SHARQI durchqueren. Nach einigem Suchen hatten wir den Einstieg zu einem Kamel- und Eselspfad gefunden. Von unten sah es aus, als ob das für unsere Toyotas zu steil und auch nicht breit genug wäre, aber beim Näherkommen stellte sich die Strecke weniger schwierig dar. Eine abenteuerliche Fahrt begann. Mit gemischten Gefühlen unter überhängenden Steinquadern, auf losem Boden und an abgrundtiefen Wegrändern vorbei fuhren wir auf den Pass. Oben angekommen, tat sich eine grandiose Bergwelt auf, die sich ohne weiteres mit dem Grand Canyon messen kann. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus, immer wieder neue faszinierende Landschaftsbilder von unterschiedlicher Farbtönung. Weiter unten, an Felsen gequetschte Hütten von Bewohnern, die auch den kleinsten grünen Platz für ihre Ziegen nutzen.
Unser nächstes Ziel war die Höhle Majlas al Jinn, zweitgrößte Höhle der Welt, nach oben offen, ist der Eingang zur Höhle 150 m tiefer. Tolle Bilder haben wir im Vorfeld unserer Erkundungen davon in Prospekten gesehen, aber als wir dann dahin kamen, war niemand nicht da, der uns hätte nach unten abseilen können, war also nix. Doch alleine die Hin- und Rückfahrt über eine selten benutzte Bergpiste war den Abstecher schon wert. Sturzbäche von Wasser müssen vor kurzer Zeit da lang gebraust sein. ; wehe dem, der sich davon überraschen lässt!
Überrascht waren wir über saubere Wege, Dörfer und Städte, eine Blumenpracht entlang der Straßen, nirgendwo Militär zu sehen und eine freundliche Bevölkerung. Von der Terrasse im „Oman Dive Center“ mit malerischem Blick über die Bucht, mit Steffi, Aga, Markus und Filip ein kühles Bier schlappen und dabei lecker essen, das war es! Steffi möchten wir besonders danken, denn sie hat uns sehr geholfen, hat alles gut vorbereitet, Benzinkanister und Zelte aus Dubai besorgt. Sie war morgens die erste mit Frühstück bereiten und abends die letzte beim Aufräumen. Mit Christhilde und Ute zusammen haben die drei Damen super gekocht. Sabine war fürs Fotografieren und Guus fürs Filmen da, das Resultat daraus werden wir ja bald zu sehen bekommen. Eberhard und Ute, das allseits bekannte Rallye-Arzt Team, hat nichts zu tun bekommen, aber so war es den beiden auch recht.Das Abendessen am letzten Tag wurde von
Aga und Markus Trier gestiftet, alles war reichlich vorhanden, es wurde eine feucht fröhliche Abschlussfeier, mit Gitarren Begleitung wurden die alten Fahrenslieder gesungen, die auch schon bei den allabendlichen Lagerfeuern in den Wüstennächten geklungen hatten. Auf ein Neues mit Steffi, und den Organisatoren Ludger und dem Holländer Gustav von der TRO im November nächsten Jahres! Der Oman hat uns nicht zum letzten Mal gesehen, wir haben noch viel zu entdecken. Dive & Desert
Ps: Die nächste Oman-Reise ist geplant vom 01.11. bis
14. 11. 2010
|